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Auch
an den Kiesgrubenböschungen oder auf der Halde wirkt eine Form von
Erosion, die imposante Reliefformen schafft. Selbst lockere Sandablagerungen
besitzen stets einen gewissen Zusammenhalt, schon weil sich die Körner
im Verbund untereinander verzahnen. Feuchtigkeit sorgt zusätzlich
für bessere Haftung. Kalk oder Eisenverbindungen, ausgefällt
aus dem Grundwasser, können darüberhinaus als natürlicher
Zement eine weitergehende Verfestigung bewirken.
Wenn
sich Sandkörner unter dem Einfluß von Wind und Wetter aus dem
Verband lösen, werden zunächst die lockersten Bereiche abgetragen,
während andere, die dem Zerfall mehr Widerstand leisten, noch ihren
Zusammenhalt bewahren. Aus einer ebenen Oberfläche entwickelt sich
so mit der Zeit ein Relief mit steilen Abbrüchen, flachen Terrassen
und Schuttkegeln, auf denen sich das herabfallende Material sammelt. Wenn
die Erosion ihr zerstörerisches Werk fast vollendet hat, verbleibt
von einem ehemals hoch aufragenden Massiv nur noch eine von Sandbröckchen
übersäte Ebene (Foto 4 oben). |
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Damit
sich Sandhaufen in einer Kiesgrube in „Dünen“ verwandeln, bedarf es
auch dort längerer Einwirkung des Windes. Mit zunehmender Trocknung
des feuchten Sandes schleift der Wind wie ein natürliches Sandstrahlgebläse
Kanten und Stufen, die bei der Aufschüttung entstanden sind. Gleichzeitig
wird verwehter Sand in Hohlformen abgelagert - bis eine Halde schließlich
ähnlich abgerundete Konturen angenommen hat wie eine natürlich
entstandene Düne. |
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Selbst
scheinbare Vulkanlandschaften können in einer Kiesgrube entstehen,
allerdings gehören dazu besondere Bedingungen. Voraussetzung sind
gering durchlässige Lagen aus Ton oder Schluff, die unter Wasser liegende
Sandschichten überdecken. Gerät das Porenwasser im Sand aus natürlichen
oder technisch bedingten Gründen schlagartig unter Überdruck,
kann es durch einen schmalen Schlot bis an die Oberfläche gepreßt
werden. Der im Wasser mitgerissene Sand lagert sich dann rund um den Schlot
in der typischen Kegelform ab, die viele Vulkane kennzeichnet. |
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