Mikro-Aufnahme:
Loes
Modderman (www.scienceart.nl) |
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Karbonatsande
bilden sich nur in einem ganz speziellen geologischen Milieu: in flachen,
küstennahen Meeresabschnitten der Tropen, in denen das Meerwasser
mit Kalk übersättigt ist. Das beste Beispiel stellen die Strände
der Bahamas dar. Ihren Namen haben Karbonatsande nach ihrem Hauptbestandteil
Calciumkarbonat, das mineralogisch gesehen in Form von Calcit oder Aragonit
auftritt. Zum einen sind das Bruchstücke von Muschelschalen und Schneckengehäusen,
die oft schon mit bloßem Auge zu erkennen sind, zum anderen kleine,
an Perlen erinnernde Kalk-Kügelchen, die Ooide genannt werden. Solche
Ooide entstehen durch konzentrische Ausfällung von Kalk um kleinste
Sedimentpartikel, die im aufgewühlten Flachwasser vor der Küste
schweben.
Werden
solche Karbonatsande im Verlauf der Erdgeschichte in größere
Tiefen versenkt und verfestigt, bilden sich daraus sogenannte oolithische
Kalksteine. Ein entsprechendes Beispiel aus der geologischen Vergangenheit
stellt die Korallenoolith-Formation des Oberen Jura dar. |